The Bombpops – Death In Venice Beach

Musikrichtung PopPunk, Melodic Punk
Redaktion
Lesermeinung
5

Female Fronted Punkrock ist aktuell sehr gefragt. Bad Cop/Bad Cop oder The Interrupters spielen groß auf und sogar The Distillers sind zurück. Eine der aktuell gefragtesten Bands in dieser Riege sind The Bombpops aus dem sonnigen Kalifornien. Die 2007 gegründete Band wird angeführt von Poli Van Dam und Jen Razavi, die jeweils für Vocals und Gitarren zuständig sind. Flankiert werden sie von Neil Wayne am Bass und Drummer Josh Lewis.

Nach einigen EPs und dem Debutalbum „Fear Of Missing Out“, das erst zehn Jahre nach Gründung der Band auf den Markt kam, steht jetzt endlich mit „Death In Venice Beach“ der zweite Longplayer in den Startlöchern. Die beiden vorab veröffentlichten Songs „Notre Dame“ und „Double Arrows Down“ haben schon gut gezeigt, was The Bombpops machen – und auch, dass sich nicht wirklich etwas geändert hat.

Pop-Punk mit viel Melodie (wie direkt im Opener„Dearly Departed“ zu hören) – das ist seit je her das Rezept der Band. Zwischendurch wird auch mal etwas vom Midtempo abgewichen und etwa in „Blood Pact“ oder „13 Stories Down“  schneller vorgegangen. In den Songs selbst geht es derweil gar nicht so locker leicht zu, wie es einem die Musik vorgaukeln möchte.

 

Zum Beispiel handeln die Songs „13 Stories Down“ und „Can´t Come Clean“ von Alkoholismus und sind ganz klar ein Bewältigungsversuch für Poli Van Dam, die sich nach den Aufnahmen zu dieser Platte angeblich auch in Behandlung begeben hat. „Double Arrows Down“ thematisiert derweil einen diabetischen Anfall und die Gedanken dazu:

„There’s days I wanna close my eyes and never wake up to my numbers high, just lay there until all I read is low, I’m sick as shit of all these pricks and everybody’s ignorance. This needle’s wearing thin and there’s no end“

Der Sound von „Death In Venice Beach“ ist eher untypisch für den gemeinen Pop-Punk. Das Quartett setzt auf treibendern Schlagzeugsound und rotzig klingende Gitarren. Mit den sanften und melodischen Stimmen der beiden Sängerinnen harmoniert das etwas andere musikalische Gewand aber exzellent.

„Death In Venice Beach“ ist eine gute Platte geworden – nicht mehr und nicht weniger. Vom Sound her wirklich passt das Album gut zum allmählich besser werdenden Wetter, während die nachdenklich und teils düsteren Lyrics einen guten Kontrast bieten. Wieder einmal zeigt eine Band aus dem Stall von Fat Wreck Chords, dass der Name einfach für Qualität steht.

Autor Tobi van de Wildmannen
Wohnort Tacherting
Beruf Monteur (Mobilfunk)
Dabei seit September 2016
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