The Effort – Demo Sessions

The Effort - Demo Sessions

The Effort – Demo Sessions

Nach Another Breath und At Half-Mast haben sich Panic Records noch eine weitere herausragende Band für ihren Kader geangelt: The Effort aus Massachusetts. Mit „Demo Sessions“ veröffentlichen diese fünf Herren, welche zuletzt mit Against Your Society durch Europa getourt sind, nun eine neue Seven Inch mit drei neuen Songs. Diese kleine Scheibe soll Vorbote für das im Sommer erscheinende Album „Wartime Citizens“ sein.


Nachdem The Effort mit ihrem ersten Album „Iconoclasm“ 2008 einen Anwärter auf das Album das Jahres herausgebracht haben, sind die Erwartungen an das neue Album, und natürlich an die im Voraus erscheinende Seven Inch, entsprechend groß. „Counting With The Shepards“ heißt der erste Titel auf „Demo Sessions“ und klingt typisch für The Effort. Ganz im Stil von Songs wie „Ninenteen Years Late“ oder „1985“ geht es schnell zur Sache, auch die Stimme des Frontmanns ist rau und kratzig wie man es mag und gewohnt ist. „1958“ geht im Gegensatz zu seinem Vorgänger stellenweise schon langsamer ans Werk, lässt aber dennoch nicht den Charme und die Aggressivität vermissen, welchen The Effort mit ihren Songs seit je her versprühen. Auch der dritte und letzte Track „To The Top, All The Way“ ist, und man könnte hier schon fast sagen „leider“, nahezu typisch für The Effort. In den knapp acht Minuten auf „Demo Sessions“ präsentiert die Band nichts neues, alles ist beim Alten geblieben und nichts hat sich verändert. The Effort bleiben musikalisch auf der selben Wellenlinie, auf der sie schon bei „Iconoclasm“ oder „Wear Your Heart“ waren. Man könnte hier fast von einem monotonen Gesamtbild sprechen, wäre da nicht der abschließende Teil von „To The Top, All The Way“, der durch sein fast schon minimalistisch anmutendes Klangbild für etwas Abwechslung sorgt. Natürlich muss es nicht negativ sein, wenn eine Band sich im Laufe ihrer Veröffentlichungen nicht an etwas Neues heranwagt und immer auf das selbe Pferd setzt, aber mit der Zeit wünscht man sich als Hörer manchmal einen Ausbruch aus dem immer gleichen Klangbild. The Effort sind und bleiben eben The Effort und „Demo Sessions“ reiht sich nahtlos zwischen „Wear Your Heart“, „Iconoclasm“ und „From Our Mistakes“ ein. Wer aber etwas neues erwartet, der ist bei dieser Band, zumindest momentan, an der falschen Adresse. Frisch wie noch vor drei Jahren, so klingen The Effort aber gewiss noch immer.

Autor Patrick Siegmann
Wohnort Göttingen
Beruf Doktorand
Dabei seit September 2009
Deine Aufgabe bei Stageload Koordination Reviews, News
Top-Alben Viel zu viele. "Songs To Scream At The Sun" von Have Heart ist aber definitiv eines von den Alben, die mich am meisten geprägt haben.
Die besten Konzerterlebnisse Auf jeden Fall vorne mit dabei: Have Heart, Shipwreck AD, Rise And Fall und AYS in der Roten Flora in Hamburg, Juli 2009

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