The Ghost Inside – Get What You Give

Musikrichtung Metalcore
Redaktion
Lesermeinung
6

Dieses monumentale Cover beeindruckt. Was gibt es erhabeneres als unzählige Tonnen massiven Gesteins, die seit Urzeiten in den Himmel ragen. Durch nichts zu bewegen, durch nichts zu zerstören. Eine eben solche Platte wollten The Ghost Inside mit ihrem aktuellen Werk „Get What You Give“ wohl auch veröffentlichen. Leider haben sie sich dabei wohl ein wenig überschätzt.

„This Is What I Know About Sacrifice“ eröffnet „Get What You Give“ mit unbändigem Enthusiasmus und wird gefolgt von dem eben genauso impulsiven „Outlive“. Keine Verschnaufpause! The Ghost Inside haben Kerosin getankt und starten, mit neuem Drummer an Bord, richtig durch. Nach dieser rasanten Eröffnung steht „Engine 45“ an dritter Stelle. Der erste Song der neuen Platte, für den die Jungs auch ein Video gedreht haben, könnte auch für das komplette Album Pate stehen. Mit einer gewohnt harten Eröffnung preschen The Ghost Inside durch die erste Hälfte des Songs mit einem eingängigen Refrain, soweit so gut. Die zweite Hälfte wird dann allerdings sehr soft, ja, geradezu balladesk. Der Gesang wird klar und von Chören begleitet klingt der Song nach gut vier Minuten aus. Wer sich allerdings bei dieser Kombination gerne mal verschluckt, sei versichert, dass der klare Gesang auf diesem Album nicht überbordend zugegen ist. Allerdings verliert die Platte, wie eben „Engine 45“, nach gut der Hälfte der 37 Minuten Spielzeit, ihre Energie und wirkt zunehmend farblos. Das retten dann auch Songs wie das rasende „The Great Unknown“ mit seinem rasiermesserscharfen Riff nicht mehr. „Dark Horse“ und „White Light“ offenbaren dann, was The Ghost Inside im zweiten Kapitel zu bieten haben. Immer mehr vereinnahmen Rockriffs und ruhigere Parts die Songs. Das dürfte dem ein oder anderen Hörer den Spaß kräftig verderben. Musikalisch mag das zwar gut sein, aber besonders ist es deswegen noch lange nicht.

„This is what I know about sacrifice! Meet me at the crossroads!“

Die in „Get What You Give“ einführende Zeile sagt so viel über diese Platte aus, die nur teilweise zu begeistern weiß. The Ghost Inside stehen am Scheideweg zwischen Metalcore und Rock. Nach einem guten Start verliert die Platte ihren Reiz und nach und nach trudelt sie in die Bedeutungslosigkeit. Gerade in diesem Genre mit unzähligen Veröffentlichungen liefert „Get What You Give“ keine Argumente für eine Ausnahmestellung der Band. Das Cover hingegen ist trotdem spitze.

Autor Andreas Steiner
Wohnort Stuttgart
Beruf Redakteur
Dabei seit März 2011
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews
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Kommentare

  10 kommentare

  1. Jannis Bode [Facebook]

  2. Moehrn Gehtdichnix An [Facebook]

    ich hab mir von der neuen platte echt mehr erhofft. 2 gute songs. Der rest is reinster schrott. das war wohl für mich dieses jahrmit einer der größten Fehlkäufe überhaupt….

  3. Jannis Bode [Facebook]

    bitte? bin kein ghost inside fan, aber echt sehr positiv überrascht von der platte. richtig gut!

  4. Markus Kießig [Facebook]

    Sehr schlechte platte!

  5. Moehrn Gehtdichnix An [Facebook]

    sorry, aber echt nicht mein fall die scheibe. Ich steh auf die alten sachen, aber die neue is echt fürn lokus…

  6. Tom

    eine der besten metalcore-bands die es gibt!! das album ist auch spitze, kann dem review nich zustimmen!

  7. Axe To Fall

    Großartiges Album. Straighter als die Vorgänger, aber auch schlicht und ergreifend noch dynamischer. Die Band erweitert ihren Sound geschickt ohne etwas von ihrer Durchschlagskraft zu verlieren. Kein Song fällt ab, großes Kino.

  8. Wtf-Music is my life

    ich kann die review auch nicht wirklich verstehen … es ist zwar nicht nur hau drauf und alles wird sterben. … es ist ultrast persönlich … z.b. white light … da ich auch schon einen bruder verloren habe das eindeutig einprägsamste lied … aber auch der rest ist einfach klasse … für mich ist es kein schritt sondern viele nach vorne … the ghost inside war nie metalcore und sie werden nie rock sein … sie sind melodic hardcore und in diesem genre die besten ihrer zeit

  9. Stefan The Berei

    DAS Album des Jahress bisher. Review sowie Kommentare sind peinlich und unzutreffend. Ein wenig mehr Aufmerksamkeit bitte.

  10. Stefan The Berei

    Ist nur auf den ersten Teil der Comments bezogen !

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