The Suicide Machines – Revolution Spring

Album Revolution Spring
Musikrichtung Ska, Punk Rock, Hardcorepunk
Redaktion
Lesermeinung
0

In den vergangenen Jahren haben es Skate-, Melodic- und auch Skapunk wieder zu einem kleinen Hoch gebracht. Diverse vielversprechende junge Bands bringen tolle Musik auf den Markt und Urgesteine wie Lagwagon oder Good Riddance haben ihre vielleicht besten Platten veröffentlicht. Offenbar wollten sich auch The Suicide Machines da nicht lumpen lassen und somit gibt es nach geschlagenen 15 Jahren doch tatsächlich neue Songs – und zwar gleich 16 davon.

„Revolution Spring“ beginnt relativ erwartbar: flotter Punkrock und alles in allem keine großen Überraschungen. Dass The Suicide Machines gerne verschiedene Stile mischen, lässt Opener „Bully In Blue“, allerdings auch durchscheinen. Ein paar Gangshouts hier, etwas Drei-Akkorde-Punk da und auf „Awkward Always“ ist da ja noch der altbewährte Ska.

Erinnert man sich an die vermutlich bekannteste Platte der Herren („A Match And Some Gasoline“) merkt man jedoch, dass sich hier etwas verändert hat. Denn auf die genialen Sprünge vom Skapunk zum Hardorepunk muss man schon bis zum siebten Track („Detroit Is The New Miami“) warten. Hier wird’s zum ersten Mal härter.

Gleich darauf folgt mit „Eternal Contrarian“ allerdings eine sehr melodische und poppigere Punk-Nummer, an die das flotte „Well Whiskey Wishes“ anschließt. In dieser abwechslungsreichen Art geht es auch weiter bis zum großen Finale –  Ska, Punk und Hardcorepunk in einer schönen Mischung. Kurz vor Ende wird es noch einmal poppiger („Anarchist Wedding“), bevor mit „Cheers To Ya“ in skapunkiger und teilweise hymnenhafter Manier das Album zu Ende gebracht wird.

In ihren Texten thematisieren die Selbstmordmaschinen so einiges: So geht es um Unterdrückung durch Polizisten („Bully In Blue“), Empathielosigkeit in der heutigen Gesellschaft („Empty Time“) oder auch positive Gedanken zu negativen Dingen („Simple“).

„The world is beautiful if you don´t put up a wall. Yes it really is that simple, don´t let it pull at you blood. So try and let it go, let it go and move on. This world can make you hurt but it can also make you love.“

Das Warten hat sich in jedem Fall gelohnt. The Suicide Machines klingen nach 15 Jahren Abstinenz genau so, wie sie es zum Jahrtausendwechsel taten. Frisch, fromm, fröhlich, frei – irgendwo zwischen guter Laune und Wut im Bauch.

Hinterlasse einen Kommentar