The Tony Danza Tapdance Extravganza – Danza IIII: The Alpha, The Omega

Wenn man das aktuelle Album von The Tony Danza Tapdance Extravganza (TTDTE) zum ersten Mal hört, glaubt man kaum, dass es sich um dieselbe Band handelt, die 2005 auf ihrem ersten Album eine furchtbar anstrengende Kakophonie aus unberechenbaren Song-Fetzen zelebrierte. Denn „Danza IIII – The Alpha The Omega“ ist so ganz anders.

Unberechenbar sind die 15 Stücke zwar noch immer, aber man stellt schnell fest, dass TTDTE ein sehr erwachsenes Werk produziert haben. Klassische Math- bzw. Chaoscore-Elemente werden seltener und zurückhaltender eingesetzt, stattdessen gibt es Deathcore-Passagen und überraschende Grooves , sowie viele versteckte Melodien. Würde man die frühen Werke von Emmure und Ion Dissonance vermischen und mit basslastiger Post-Production aufbohren, dann käme vermutlich „Danza IIII“ heraus.

Technisch gesehen kann man den US-Amerikanern aus Mufreesboro, Tennessee nichts vorwerfen. Sie beherrschen ihre Instrumente und zeigen auf dem aktuellen Tonträger, dass sie nicht nur Chaos, sondern auch gut organisierte Songs schreiben können. Sie gewinnen durch den durchdachten Einsatz von Dissonanzen und Breakdowns sehr stark an „heaviness“, ohne dabei an Brutalität zu verlieren. Diese Tatsache ergibt, gepaart mit der absurden rhythmischen Präzision, ein richtig schweres Brett. Einziger Wermutstropfen sind die zu häufig eingesetzten Samples, die auf Dauer etwas nervig wirken und den Fluss des Albums stören.
The Tony Danza Tapdance Extravganza erreichen mit diesem vierten – und nach eigenen Angaben letzten – Werk dennoch ihren Zenit. Vielleicht ist es deshalb genau der richtige Zeitpunkt, um aufzuhören und sich mit einem mächtigen Paukenschlag zu verabschieden.

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