The Used – Vulnerable

Album Vulnerable
Band The Used
Musikrichtung Alternative
Redaktion
Lesermeinung
5

The Used sind zurück und dieses Mal scheint der Titel des neues Albums Progamm zu sein. Auf ihrem nun fünften Album Vulnerable bewegen sich die Jungs zwischen My Chemical Romance, Panic At The Disco! und ihrem eigenen Sound. Aber so richtig zünden will die Platte deswegen noch lange nicht.

Die Energie die bei der ersten Single aus dem neuen Album „I Come Alive“, welches auch gleichzeitig der Opener ist, noch freigesetzt wird, kann von den folgenden Songs nicht aufrecht erhalten werden. Das können dann auch bessere Songs wie der stampfende Midtemporocker „Put Me Out“ und der Lichtstreif am Horizont „Give Me Love“, der beinahe ein wenig an die genialen Alkaline Trio erinnert, nicht mehr retten. Handwerklich gehen The Used natürlich gekonnt zur Sache, aber mit jedem neuen Durchlauf verliert Vulnerable mehr und mehr an Glanz. Mag man am Anfang auch noch ein wenig Spaß an der Platte haben, kommt sie mit jedem neuen Hören immer schleppender in Gang. Schnell überhört man sich die elektronischen Einflüsse und vor allem die füllenden Parts der Songs. Die Plakativität mancher Texte wird vor allem in „Shine“ offenbart. „It’s my time to shine. Do it my way. Cause it’s my time baby. It’s my time to burn. Start a fire. Be the one and only.“ Nach solchen Zeilen braucht es auch nicht mehr viele Erklärungen, warum dieses Album ermüdend wirkt. Bei den zwei Balladen „Getting Over You“ und „Together Burning Bright“ ist man dann schneller als man denkt bei der Skip-Taste angelangt.

Mag das Album am Anfang noch ein wenig Laune verbreiten, wird man den Songs dann doch zu schnell überdrüssig. Es scheint als gehen The Used schon nach wenigen Minuten die Puste aus. Die besseren Momente sind eher dünn gesäht. Vulnerable reisst einfach nicht mit.

Autor Andreas Steiner
Wohnort Stuttgart
Beruf Redakteur
Dabei seit März 2011
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews
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