Worms Feed – Still so much to waste

Worms Feed - Still so much to waste

Worms Feed – Still so much to waste

Das Belgien längst nicht mehr nur ein Flecken auf der Hardcore-Landkarte ist, das haben schon Bands wie Rise And Fall oder Oathbreaker in der letzten Zeit mehr als deutlich gemacht. Eine Hand voll junger Kerle aus Limburg wollen es diesen schon lange etablierten Bands nun gleichtun. Mit ihrer ersten EP „Still So Much To Waste“, welche im Februar über Anchors Aweigh Records erschienen ist, zelebrieren Worms Feed wie auch schon eben erwähnte Bands die düstere Seite des Hardcore.


Nach den 36 Sekunden des ersten Stückes mit dem Titel „Set Sail“ macht „Suicide Eyes“ klar, dass „Still So Much To Waste“ nichts für Zartbesottene ist. „Suicide Eyes“ klingt rau und ungeschliffen, die Stimme von Sänger Thomas kratzt wo sie nur kann und genau das macht den Reiz aus, denn so etwas hört man bei all den überproduzierten, teilweise talentlosen Gestallten in der Szene viel zu selten. Und wo wir schon beim Thema Talent sind, das haben Worms Feed sicherlich. „Vultures“ setzt sich mit einer in diesen Tagen höchst populären Thematik auseinander: Dem Glauben. Wie auch viele andere Bands sind auch Worms Feed nicht zufrieden mit Gott und der Welt und das machen sie in diesem Stück mehr als unmissverständlich klar. Der Titeltrack auf „Still So Much To Waste“ hat seinen Vorgänger nicht viel entgegenzusetzen und reiht sich so nahtlos, ohne große Kompromisse sowie Abstriche in ihre Riegen ein. Einzig und allein das abschließende „Lions“ sticht mit seinen über vier Minuten Länge heraus. Aber nicht nur das, der Song weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. Insgesamt ist „Still So Much To Waste“ ein kurzes Erlebnis mit gerade mal knapp acht Minuten. Aber das es nicht auf die Länge ankommt haben schon viele andere Bands bewiesen und auch Worms Feed sind da keine Ausnahme. Trotz der geringen Spielzeit ist diese EP wahrlich ein ungeschliffener Diamant der vom Hörer mehr als nur einen Durchgang fordert um das wahre Potential erkennen zu lassen.

Autor Patrick Siegmann
Wohnort Göttingen
Beruf Doktorand
Dabei seit September 2009
Deine Aufgabe bei Stageload Koordination Reviews, News
Top-Alben Viel zu viele. "Songs To Scream At The Sun" von Have Heart ist aber definitiv eines von den Alben, die mich am meisten geprägt haben.
Die besten Konzerterlebnisse Auf jeden Fall vorne mit dabei: Have Heart, Shipwreck AD, Rise And Fall und AYS in der Roten Flora in Hamburg, Juli 2009

Kommentare

  1 kommentar

  1. Henning

    Der Review ist nichts hinzuzufügen! Bitter.Böse.Briliant.

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