Kurzreviews: Februar ’19

Kurzreviews: Februar ’19

Cargo Goods – Craving for Another Track
Spinnup Records

Cargo Goods liefern mit „Craving for Another Track“ ein amtliches Debüt ab. Dass die Mitglieder durch die Bank Banderfahrung mitbringen, wird schnell deutlich – ausgereiftes Songwriting und schnörkellose Rock-Arrangements. Besonders die Stimme von Frontmann Johannes Rijpma sticht durch seine raue, kraftvolle Präsenz heraus. Und mit „The Fray“ haben die fünf Jungs aus Nordrhein Westfalen einen ziemlichen kneipentauglichem Hit im Gepäck. Weitermachen, bitte. (5,5/8) – Lennart Sörnsen

Nudie Mag – Demo
Triple B Records

Nudie Mag, das sind Leute von True Love und Twitching Tongues, die zusammen Power Pop machen. Klingt beim ersten Lesen seltsam, hört sich aber wirklich gut an: Man nehme ein bisschen Weezer aus den Zeiten ihres grünen Albums, packe ein bisschen Pity Sex drauf – zack, fertig ist Nudie Mag. Drei wirklich hervorragende Songs, die schnell zu Ohrwürmern werden. Gerade die männlichen und weiblichen Vocals, die sich wie in einer Konversation zwischen zwei Verleibten abwechseln, suchen ihres Gleichen. (6/8) – Patrick Siegmann

The Beths – Future Hates Me
Carpark Records

Gerade auf Tour mit Death Cab For Cutie gewesen, konnten die Neuseeländer von The Beths mit ihrer Mischung aus Indie Pop und Alternative Rock auch die Zuschauer hierzulande begeistern. Deren Debüt „Future Hates Me“ erschien tatsächlich schon im letzten Sommer und ist nicht weniger als eine Aneinanderreihung von Hits. Ein Power-Pop-Monument, wie es der Rolling Stone betitelte. The Beths schwimmen damit exzellent auf der 90er Retro-Welle mit, die so einige namenhafte Bands momentan einschlagen. Wobei mitschwimmen bei einem solch guten Debütalbum gewiss der falsche Ausdruck ist. (6/8) – Patrick Siegmann

The Bouncing Souls – Crucial Moments
Epitaph Records

Dreißig Jahre Bandgeschichte gehen an Bands und ihrem Stil nicht spurlos vorbei. So auch nicht bei The Bouncing Souls aus New Jersey. Seit mehreren Jahrzehnten liefert die Band Punkrock mit viel Sing-a-long-Potential. Und warum soll man an diesem Rezept etwas ändern, wenn man doch gut damit fährt? „Crucial Moments“ ist in sec Songs erzählt, die im gewohnten Stil daher kommen. Flott, aber kein Skatepunk. Streetpunk, aber keine Casualties. The Bouncing Souls machen auch nach 30 Jahren noch Spaß und heben zum Glück das Niveau nach der eher missglückten „Simplicity“ von 2016 wieder etwas an. Auf die nächsten 30 Jahre. (5/8) – Tobi van den Wildmannen

Autor Patrick Siegmann
Wohnort Göttingen
Beruf Doktorand
Dabei seit September 2009
Deine Aufgabe bei Stageload Koordination Reviews, News
Top-Alben Viel zu viele. "Songs To Scream At The Sun" von Have Heart ist aber definitiv eines von den Alben, die mich am meisten geprägt haben.
Die besten Konzerterlebnisse Auf jeden Fall vorne mit dabei: Have Heart, Shipwreck AD, Rise And Fall und AYS in der Roten Flora in Hamburg, Juli 2009

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